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Häufige Fragen

Die Fragen, die uns am meisten gestellt werden – kurz und ehrlich beantwortet.

14 Fragen

Nein. Die meisten, die uns schreiben, sind es nicht. Du musst auch nicht sagen, woran du glaubst oder warum du fragst. Neugier reicht völlig.

Islam kommt von der arabischen Wurzel s-l-m und heisst «Hingabe» – gemeint ist die freiwillige Hingabe an den einen Gott. Dieselbe Wurzel steckt im Wort Salam, Frieden. Wer den Islam annimmt, wird Muslim genannt: jemand, der sich hingibt.

Muslime glauben an den Gott Abrahams – denselben Gott, von dem auch die Bibel spricht. «Allah» ist schlicht das arabische Wort für Gott; arabischsprachige Christen benutzen es ebenfalls.

Unterschiede gibt es im Gottesbild: Im Islam ist Gott einer, ohne Teilhaber, ohne Sohn, ohne Bild. Jesus (Isa) gilt als grosser Prophet, nicht als Gott.

Muhammad (Friede sei mit ihm) lebte von etwa 570 bis 632 in Mekka und Medina auf der arabischen Halbinsel. Muslime sehen in ihm den letzten Propheten in einer Reihe, zu der auch Abraham, Mose und Jesus gehören.

Über sein Leben ist historisch viel überliefert – von der Kindheit als Waise bis zu seinen letzten Worten. Diese Überlieferungen heissen Hadith.

Das Gebet ist eine der fünf Säulen des Islam. Es verteilt sich über den Tag: früh am Morgen, am Mittag, am Nachmittag, nach Sonnenuntergang und am Abend. Ein Gebet dauert wenige Minuten.

Der Sinn: kurz aussteigen aus dem Alltag und sich daran erinnern, worum es eigentlich geht. Die aktuellen Zeiten für deinen Ort findest du unter Neu im Islam.

Der Quran spricht davon, sich zurückhaltend zu kleiden – für Frauen und für Männer. Viele Musliminnen verstehen das als Aufforderung, in der Öffentlichkeit die Haare zu bedecken, und tun das als bewusste Entscheidung.

Ob eine Frau ein Kopftuch trägt, ist ihre Sache. Zwang widerspricht dem Grundsatz «kein Zwang im Glauben» und ist in der Schweiz zudem verboten.

Der Quran enthält Verse, die in einer konkreten historischen Situation von Verteidigung sprechen, und er enthält klare Grenzen: keine Angriffe, keine Übergriffe auf Unbeteiligte, kein Zwang im Glauben.

Einzelne Verse ohne Zusammenhang zu zitieren führt in die Irre – das gilt für Extremisten wie für Islamkritiker. Wenn dich ein bestimmter Vers beschäftigt: Schick ihn uns, wir gehen ihn mit dir durch.

Beides ist im Quran ausdrücklich untersagt. Beim Alkohol nennt der Text den Grund gleich mit: Er trübt das Urteil und schafft Streit. Beim Schweinefleisch steht kein Grund dabei – Muslime halten sich daran, weil es angeordnet ist.

Im Alltag heisst das: Znüni ohne Speck, Apéro mit Rivella. Meistens kein Problem, sobald man es einmal gesagt hat.

Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. Einen Monat lang wird von der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang weder gegessen noch getrunken.

Es geht um Selbstbeherrschung, Dankbarkeit und darum, zu spüren, wie es Menschen geht, die nicht wählen können. Alles zum Thema findest du im Community.

Die Trennung geht auf die Frage zurück, wer die Gemeinschaft nach dem Tod des Propheten führen sollte. Daraus haben sich über die Jahrhunderte zwei Traditionen mit eigenen Gelehrtenschulen entwickelt.

Gemeinsam sind der eine Gott, der Quran, der Prophet, das Gebet, das Fasten. Rund 85 Prozent der Muslime weltweit sind Sunniten – auch wir beide.

Selbstverständlich. Der Quran fordert dazu auf, gerecht und freundlich zu allen zu sein, die einem nichts Böses wollen. Nachbarschaft hat im Islam einen ausgesprochen hohen Stellenwert.

Wer etwas anderes behauptet, kennt weder den Text noch den Alltag von Muslimen in der Schweiz.

Rund fünf Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind muslimisch. Sie arbeiten in Spitälern, auf dem Bau, in Büros, machen Lehren, zahlen Steuern, leisten Zivildienst.

Die Gesetze des Landes gelten für alle – daran gibt es nichts zu rütteln. In der Praxis geht es meist um kleine Dinge: eine Pause fürs Gebet, Essen ohne Schwein, frei am Bayram.

Mit einem einzigen Satz, dem Glaubensbekenntnis (Schahada): «Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt ausser Allah, und dass Muhammad sein Gesandter ist.» Es braucht keine Zeremonie, keine Gebühr, keine Behörde.

Wichtig ist, dass es aus Überzeugung geschieht und nicht unter Druck. Wenn du darüber nachdenkst, findest du unter Neu im Islam die nächsten Schritte – in deinem Tempo.

Nein. Wir erklären, was wir glauben, und beantworten Fragen. Was du damit machst, ist deine Sache und geht uns nichts an.

Du bekommst von uns keine ungefragten Nachrichten, keine Anrufe und keinen Druck. Wenn du nichts mehr hören willst, sag ein Wort – dann ist Schluss.